5.9.2025: Elektrisches und historisches

Am Freitag, 5.9.2025 wurde in der Kirche an der Elektrik weiter gearbeitet und die eine oder andere Effektbeleuchtung in Probebetrieb genommen.

Zusätzlich gibts heute wieder Geschichtliches von Karl Stöckler.

Danke für die Berichte und die Arbeiten in der Kirche.


Heute nutzen wir den Tag und blicken nicht auf den Fußboden sondern auf die zukünftige Beleuchtung des Hochaltares und der Belichtung unseres Kirchenraumes.

Denn der Tag rückt näher, an dem der Hochaltar von seinem Arbeitsgerüst wieder befreit wird.


Infolgedessen waren die Elektriker angehalten, die Elektroinstallation /Beleuchtung im Hochaltar zum Abschluss zu bringen. Unsere Absicht besteht ja dahingehend, mit zeitgemäßen technischen Möglichkeiten seine Wirkung zu steigern und ihn noch aufgeschlossener zu präsentieren.
Eigentlich macht es Spaß mit moderner Technik zu spielen, um den Hochaltar mit seiner vielfältigen neugotischen Pracht, seine himmelwährts gerichtete göttliche Symbolik zu betonen und zu steigern.

Und die bereits erfolgten ersten Tests sind sehr, sehr vielversprechend:

Elektrische Energie ist ja heute selbstverständlich.
Dabei vergessen wir, dass erst vor 105 Jahren, also 1920, erstmals elektrisches Licht in unsere Kirche eingeleitet wurde. Für uns unvorstellbar, dass die vorausgegangenen 400 Jahre, der Kirchenraum ausschließlich mit Kerzen und Öllampen beleuchtet werden musste. Abendmessen waren deshalb damals äußerst selten, und wenn doch, dann hinterließen die mitgebrachten Kerzen ihre sichtbaren Brandschäden auf den Kirchenbänken. Warum aber gerade auf den links stehenden Bänken ("Frauenseite"), die meisten Brandschäden zu finden waren, müsste noch hinterfragt werden? 🤭

Bemalte Glasfenster waren ein wichtiges Merkmal für den gotischen Baustil im Mittelalter. Unsere beiden Glasfenster, beiderseits des Hochaltares, wurden aber erst im Jahre 1950, anläßlich der vorletzten Innenrenovierung, angeschafft. Jedenfalls wurden sie von der Bevölkerung mit großem Beifall aufgenommen. Bei richtiger Sonnenstellung soll das bunte Glas die Symbolik von göttlichen Licht und die Gegenwart Gottes in den Kirchenraum bringen.

Ebenso stellen die 4 runden Fenster im Erdgeschoss des westlichen Langhauses eine bestimmte Symbolik der Gotik dar. Mit dem Zeichen des Kleeblattes symbolisiert sie in der christlichen Spiritualität die Heilige Dreifaltigkeit. Zudem steht sie für Glaube, Liebe und Hoffnung. Aber auch diese Fenster wurden zu einem späteren Zeitpunkt errichtet, ca. um 1870, während der Neugotisierung unserer Pfarrkirche.

Bei einem Rundgang durch unsere Pfarrkirche werden wir auf weitere Symbole, Besonderheiten, Kuriositäten und Anekdoten stoßen. Doch darüber werden wir in den nächsten Tagesberichten unserer "Pfarrkirchen- Innenrenovierung" berichten.


Zum Abschluss unseres heutigen Tages-Berichtes aber noch ein Fragespiel:
Was für ein Fehler hat sich auf diesem Foto eingeschlichen? 🤔🤔🤔

Der die richtige Antwort erkennt, darf uns dafür an einem der nächsten Tage gratis unterstützen und bei den Arbeiten mithelfen!!!
😅🤗🤗😅







 

Beliebte Posts aus diesem Blog

2.10.2025: Die Ruhe vor dem Sturm - sicher nicht....

26.10.2025: Wir sind wieder daheim....

3.10.2025: Schnell wie die Feuerwehr....